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Ein Hochbeet für das Mitmach-Haus

Inklusion bei den SBK

Gruppenbild zur Hochbeetübergabe (von links): Ottilie Beilschmidt, Elisabeth Koenen, Jens Steinhausen und David Frenske

(9. August 2013) Inklusion wird bei den Sozial-Betrieben-Köln groß geschrieben – insbesondere innerhalb des breit aufgestellten gemeinnützigen Unternehmens selbst. Aktuellstes Beispiel: Autistisch erkrankte Bewohner des Behindertenzentrums Dr. Dormagen-Guffanti haben in der dortigen pädagogischen Holzwerkstatt ein Hochbeet für das neue Pflegeheim „Haus 2“ des Seniorenzentrums Riehl hergestellt.

David Fenske (30) und Jens Steinhausen (34), beide Bewohner des Behindertenzentrums, waren stellvertretend dabei, als das Hochbeet seiner Bestimmung übergeben wurde. Ottilie Beilschmidt (85) und Elisabetz Koenen (77) legten sogleich einen kleinen Kräutergarten in dem für Rollstühle unterfahrbaren Pflanzgefäß an.

 

Naturerfahrungen und der Aufenthalt im Freien haben besonders für Menschen mit einer Demenz eine entspannende Wirkung. Gartenarbeit als sinnstiftende Beschäftigung ist zudem vielen Menschen aus ihrer Biografie heraus vertraut, weckt positive Erinnerungen, regt die verschiedenen Sinne an und fördert die jahreszeitliche Orientierung

Das Hochbeet ist nur ein Beispiel für die gelebte Inklusion bei den SBK – weitere sind in Riehl „Unser Lädchen“ und die Gärtnerei, die beide von den SBK-Werkstätten geführt werden. In „Unser Lädchen“ versorgen Menschen mit Behinderung die hier lebenden älteren Menschen mit den Waren des täglichen Bedarfs. Die Gärtnerei sorgt an vielen SBK-Standorten für ein schönes Wohnumfeld, das in Riehl und Mülheim zudem von beiden Zielgruppen gemeinsam bewohnt wird. So ist es kein Zufall, dass das Riehler „Café Cultura“ des Behindertenzentrums selbstverständlich auch von Bewohnerinnen und Bewohnern des Seniorenzentrums besucht wird.

 

Und auch bei der Übergabe des Hochbeetes gab es keine Berührungsängste. Als Elisabeth Koenen bemerkte, dass sich Jens Steinhausen für ihren Rollstuhl interessierte, setzte sie sich spontan auf eine Gartenbank und forderte den Jüngern auf, in ihrem Gefährt Platz zu nehmen.

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