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1985 – 2017

Die neue Zeit

Ende 1985 übernahm der heutige Geschäftsführer und Volljurist Otto B. Ludorff die Leitung der damaligen dezernatsunmittelbaren Dienststelle „Städtische Altenheime“ mit Alteneinrichtungen in Riehl, Mülheim, Sülz, Dellbrück und Deutz. Der Gesellschafter erwartete, die Qualität der Dienstleistungen weiter zu verbessern und den damaligen Betriebskostenzuschuss in Millionenhöhe aus städtischen Haushaltsmitteln in absehbarer Zeit abzubauen.

Schnell war klar, dass dies nur im Rahmen einer organisatorischen Verselbstständigung vollständig gelingen konnte. Nach einem längeren Diskussionsprozess in der Politik war es dann Ende 1990 so weit: Die Altenheime wurden aus der Stadtverwaltung ausgegliedert, in „Zentren für Senioren und Behinderte der Stadt Köln“ umbenannt und bis 2006 als eigenbetriebsähnliche Einrichtung mit eigenem Wirtschaftsplan und eigenen Zuständigkeiten geführt. Endpunkt des Prozesses der Neuorganisation war die Überführung des Unternehmens in die SBK Soziale-Betriebe-Köln gemeinnützige GmbH im Jahre 2006.

Diese weitsichtigen Entscheidungen des Rates der Stadt Köln bildeten die Grundlage für die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte des städtischen Unternehmens. Neben dem wirtschaftlichen Erfolg – es ist seit mehr als 20 Jahren frei von Betriebskostenzuschüssen – wurde das Unternehmen sukzessiv erweitert und organisatorisch wie auch baulich auf neue Beine gestellt.

Neue Pflege- und Behinderteneinrichtungen wurden gebaut oder angemietet: In Bocklemünd-Mengenich und Buchforst wurden neue Pflegeeinrichtungen mit dem Partner GAG errichtet. Das Wohnprojekt für Frauen in Gremberg, die Werkstätten für Menschen mit Behinderung (Bickendorf und Poll) und die Einrichtung für Menschen mit schweren Mehrfachbehinderungen in Longerich (Dr. Dormagen-Guffanti) wurden übernommen, erweitert und umgebaut. Hinzu kam der Neubau des Pflegeheims in Köln-Sülz.

Auf dem Riehler Gelände wurde durch Abriss von diversen veralteten baufälligen Gebäuden Platz für neues geschaffen: Ein neuer Festsaal, das Haus Ginkgo sowie sieben neue Pflegeeinrichtungen mit jeweils 80 beziehungsweise 113 Plätzen. Schließlich wurde die EDV-technische Infrastruktur durch ein neues Rechenzentrum in einem eigenständigen Gebäudetrakt gestärkt, an das über ein neues Glasfasernetzwerk rund 650 Endgeräte (PC) mit verschiedenen Programmen angeschlossen sind. Insgesamt wurden in den letzten 15 Jahren circa 110 Millionen Euro investiert.

Organisatorisch wurden alle Unternehmensprozesse auf Tauglichkeit und Effizienz überprüft und ein Qualitätsmanagement nach DIN ISO eingeführt. Der Ausbau des Fachseminars für Altenpflege mit rund 150 Schülern, die Entwicklung einer Arbeitgebermarke und eine verstärkte Gesundheitsförderung für Beschäftige tragen dazu bei, mit einer ausreichenden Zahl von Fach- und Hilfskräften die Dienstleistungen des Unternehmens mit hoher, durch externe Gutachter bestätigten, Qualität auch zu erbringen. Das Angebot eines eigenen Fortbildungsinstituts hält die Fachlichkeit der Beschäftigten auf hohem Niveau.

Niedrigschwellige Angebote wie das Kölner Alzheimer Forum zur Beratung von betroffenen Angehörigen, das bundesweit erste Fitnessstudio für Senioren KölnVital, das bereits vor 20 Jahren eröffnete Internetcafé für „Silver Gamer“, der PC-Treff „später Mausklick“, ehrenamtliche Betreuungsdienste wie SenioAss sowie das  Quartiersmanagement mit eigener Homepage dokumentieren die Innovationskraft des Unternehmens, tragen zur Verankerung der Angebote in der Stadtgesellschaft bei und fördern den Quartiersbezug in verschiedensten Stadtteilen. Schließlich wurde auch die Pressearbeit unter dem Stichwort „wöchentlich eine gut Nachricht über das Unternehmen“ erheblich ausgebaut und die eigenen Medien (unter anderem Zeitschrift „Echo“, Website und Facebook-Präsenz) regelmäßig optimiert.

Alle diese Maßnahmen und Investitionen wurden getätigt um die Sozial-Betriebe-Köln zukunftsfest aufzustellen.